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ACHTUNG: Betrugsversuche über Kaufanfragen nehmen zu!
[17.04.2017]

© Verein VPT

Endlich einmal den Dachboden entrümpeln und die guten Sachen dann über eine der vielen Verkaufsplattformen anbieten – ein guter Vorsatz, der Gaunern einen Ansatz zum Betrug liefert:

In den letzten Wochen haben sich bei uns Meldungen über eine weitere Variante eines Vorkassa-Betruges gehäuft.
Konkret geht es hier um Gegenstände, die zum Verkauf im Internet bei bekannten Plattformen eingestellt sind.
Die Plattform willhaben zum Beispiel hat hier einiges an Sicherheitsmaßnahmen eingebaut um einem Betrug vorzubeugen:
Kontaktaufnahme über ein Kontaktformular, wo die Mailadresse des Anbieters und des Käufers durch eine eigene von willhaben ersetzt werden, links werden aus der Kommunikation entfernt, und so weiter ....
An sich gute Maßnahmen, die aber dann natürlich nicht greifen, wenn zum Beispiel im Angebot eine Telefonnummer steht und Käufer und Verkäufer sich entscheiden, via SMS den Erstkontakt herzustellen.

Im Beispielfall steigen wir schon beim Mailkontakt zwischen Verkäufer und dem Betrüger ein.

Nach anfänglichem Geplänkel kommt plötzlich eine Mail von Paypal, die eine Zahlung bestätigt.
Natürlich ist diese Mail nicht von Paypal und ist ein Fake. Noch dazu in einem schlechten Deutsch und mit allerlei Blödsinn gespickt.

 

In dieser Mail wird eine bereits geleistete Zahlung für den Verkaufsartikel bestätigt. Man soll jetzt doch (so die Kurzfassung) ein paar Hundert Euro für den Transport, etc... bezahlen.

Ah! Das kennen wir ja schon von anderen Betrügereien: Sie haben gewonnen – das Geld kommt per Transportfirma, aber die Transportgebühr, -versicherung – die müssen Sie vorab bezahlen, etc....

Da die Betrüger im Voraus schon eine Auswahl getroffen haben, wer denn nun die „Opferkriterien“ für diesen miesen Betrugsversuch erfüllt (anhand von SMS und Mailverkehr außerhalb der Verkaufsplattform, etc...), beginnt das makabre Spiel um das Geld der Opfer:
Druck wird aufgebaut, Zahlungen in Aussicht gestellt, der Druck wird erhöht und zuletzt packen die Gauner dann auch noch Drohungen oben drauf, die in manchen Fällen sogar die Interpol, das FBI, die Finanz, etc... im Gepäck haben.

Alles natürlich nur Lug und Trug, aber wenn es einmal so weit ist, dass die Opfer in diesem Stadium sind, dann hat bis hierhin die Masche der Gauner geklappt und die Opfer sind schon eingeschüchtert, verunsichert, etc...
Und die Gauner suchen sich immer nur Menschen aus, die in den Gesprächen und Mails erkennen lassen, dass sie 65+ sind und an das Gute im Menschen glauben.

Im konkreten Fall hat sich das Opfer an einen nahen Verwandten gewandt, der dann den Betrug erkannt hat und dem ein Ende gesetzt hat.

Dieser Fall zeigt aber auch ganz deutlich, dass es kein Ende gibt bei dieser Art des Betruges: die Gauner setzen einfach alles daran und nützen jede Möglichkeit, um das Geld anderer zu stehlen.
Dabei – und das muss man zugeben – entwickeln die Betrüger unglaubliche Kreativität.

Liebe Leute merkt Euch grundsätzlich: Fremde werden Euch nichts schenken, Ihr werdet keinen Gewinn machen, wenn ihr nicht explizit mitgespielt habt und der Unbekannte aus dem Internet ist nicht Euer Freund, der Euch nur Gutes will.

Misstrauen schützt.

Sollten Sie von so einem Betrug betroffen sein, dann erstatten Sie unbedingt Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Gerne helfen wir Ihnen dabei: sos@verein-vpt.at 


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