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ACHTUNG vor Anrufen mit unbekannter ausländischer Rufnummer!
[22.08.2017]

"Ein versäumter Anruf...", so, oder so ähnlich beginnt die Abzocke mit sogenannten "Ping-Anrufen" Keine neue Abzockmasche, denn schon vor einigen Jahren haben das ein paar Gauner in Deutschland versucht, wurden geschnappt und zu langen Haftstrafen verurteilt....
Aber was geschieht da eigentlich, bei so einem "Ping-Anruf" und wie kann man sich schützen?

Derzeit werden österreichweit Handy-Besitzer mit sogenannten Ping-Calls genervt. Das Telefon läutet nur einmal und zeigt dann einen versäumten Auslandsanruf an.
An sich nichts Schlimmes und noch ist nichts passiert, denn damit der Betrug auch klappt, braucht es unsere Hilfe: die Neugier.
Ruft man diese Nummer dann zurück, wird es teuer: Das kostet ab drei Euro pro Minute!

Diese ganzen Ping-Anrufe erledigt eine Maschine - ein Dialer. Der wählt einfach einen Rufnummernblock nach dem anderen durch und dort, wo er eine Verbindung herstellen kann, lässt er es einmal klingeln und trennt dann die Verbindung.
So kommen schon mal ein paar Hunderttausende Anrufversuche an einem Tag zusammen.

Der Dialer schickt eine Rufnummer mit, die zu einem Mehrwertdienst im Ausland, oder einem Sondertarif im Ausland gehört. Diese Nummer erscheint dann bei uns im Display.
Wenn die Nummer "verheizt" ist, dann wird diese Nummer ganz einfach geändert und die Abzocke geht in die nächste Runde.

Wenn das zum Beispiel Rufnummern sind, wo für jeden Anruf zehn Euro berechnet werden, schalten die Gauner einfach ein Band vor, auf dem dann entweder die nette Aufforderung zu hören ist, dass der Teilnehmer im Moment nicht erreichbar ist, oder ein Besetztzeichen ertönt. Beides hat den Erfolg, dass die Neugier unerträglich wird und man dann noch ein zweites, oder sogar ein drittes Mal anruft.
Dann sind das schon mal 30 Euronen, die man so im Vorbeigehen in den Rachen der Gauner kippt.
Und da reden wir noch gar nicht von den Verbindungskosten ....

Ping-Calls sind eine fiese Betrugsmethode, weil sie unser Verhalten am Telefon mit einkalulieren:
Einen Anruf in Abwesenheit ruft man schon aus Gewohnheit zurück - aber noch viel mehr aus Neugier.

Was kann man dagegen tun?

Das ist tatsächlich sehr simpel:
Wenn es eine Rufnummer ist, die ich nicht kenne und die aus dem Ausland kommt, rufe ich nicht zurück. Wozu auch? Wenn der Anrufer mit mir sprechen will und mich nicht erreicht hat, dann ruft er noch einmal an, oder hinterlässt mir eine Nachricht in der Malbox.
Punkt.

Kommt der Anruf dann noch einmal (weil die Gauner eine "zweite Runde" drehen) und ich bin zu langsam zum abheben (einmal klingeln), oder ich bin zufälligerweise so schnell, dass ich sofort abhebe (eher unwahrscheinlich) und niemand ist dran, dann habe ich quasi den Beweis auf der Hand, am Telefon, dass es sich um eine Abzocke handelt.
Oder würdet ihr bei einem Anruf es nur einmal klingeln lassen und dann auflegen? Auch eher sehr unwahrscheinlich.

Fazit:

Wenn Sie einen Anruf in Abwesenheit von einer Ihnen nicht bekannten ausländischen Rufnummer haben, rufen Sie nicht zurück. 

Sollten Sie schon auf so einen Ping Anruf reingefallen sein, melden Sie dies umgehend bei Ihrem Netzbetreiber und lassen Sie sich dabei auf keine "Vergleichsgeschichten" ein!
Denn Ihr Netzbetreiber verdient an solchen Anrufen genauso mit, wie der Dienstebetreiber im Ausland, der dem Gauner täglich die Gebühren auszahlt (abzüglich einer Gebühr) und dann an Ihren Netzbetreiber weiterverrechnet, der dann die Summe Ihnen in Rechnung stellt (mit einer kleinen Gebühr).
Ist Ihr Netzbetreiber "erkenntnisresistent", dann hilft hier sehr schnell die Meldung an die RTR (Link: https://www.rtr.at/de/tk/TKKS_Schlichtung01), auf jeden Fall die Rechnung beeinspruchen (da reicht ein Zweizeiler per Mail) und zuletzt die Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

Wenn Sie Hilfe benötigen, schicken Sie uns eine Mail an: sos@verein-vpt.at


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